Sterilisation durch Vasoresektion

 

Ist die Familienplanung abgeschlossen, denken Paare häufig über Verhütungsmethoden jenseits von Pille oder Kondom nach. Hierfür gibt es verschiedene Möglichkeiten.

Eine einfache und sichere Methode ist die sog. Vasektomie, d.h. Sterilisation des Mannes. Der Eingriff meint die Unterbindung beider Samenleiter im Bereich des Hodensackes.

Verglichen mit anderen Verhütungsmethoden ist die Vasektomie eine kostengünstige und sehr sichere Verhütungsmethode. Für die Partnerin liegt der Vorteil darin, dass sie den hormonellen Belastungen der Antibabypille nicht mehr ausgesetzt ist. Der Mann (bzw. das Paar) sollte sich allerdings sicher sein, dass die Familienplanung abgeschlossen ist.

Bei erneutem Kinderwunsch ist die Wiederherstellung der Durchgängigkeit zwar grundsätzlich möglich, stellt aber einen erneuten und aufwändigen operativen Eingriff dar. Die Chancen auf eine komplette Wiederherstellung der Zeugungsfähigkeit des Mannes sind dabei auch abhängig vom zeitlichen Abstand zur Vasektomie.

Die Vasektomie ist im Vergleich zu der Sterilisation der Frau ein deutlich kleinerer Eingriff, der folglich weniger belastend und komplikationsträchtig ist.

Die Vasektomie hat das Ziel, den "Transportweg" der Spermien von den Hoden zur Harnröhre zu unterbrechen. Das geschieht mit der Durchtrennung der Samenleiter über einen ca. 1cm langen Schnitt am Hodensack. Insgesamt ist die Vasektomie ein risikoarmer Eingriff (die Komplikationsraten sind sehr gering), so dass man ihn problemlos ambulant, d.h. ohne Krankenhausaufenthalt durchführen kann. Die Berufstätigkeit kann in der Regel bereits am nächsten oder übernächsten Tag wieder aufgenommen werden.

Gerne beraten wir Sie in unserer Praxis über den Ablauf, mögliche Risiken und natürlich Kosten der Sterilisation. Seit 2003 werden die Kosten der Vasektomie nicht mehr von den Krankenkassen übernommen.

Die Kosten der Vasektomie liegen bei ca. 450€, wobei sich die Gesamtkosten aus den Operationskosten sowie den Vor- und Nachuntersuchungen ergeben.

Unbedingt beachtet werden muss, dass man nicht sofort nach der Vasektomie ungeschützten Geschlechtsverkehr hat. Denn bis zu 10 Wochen nach dem Eingriff können sich noch Spermien in der Ejakulatflüssigkeit befinden. Es ist daher notwendig, während dieser Zeit zusätzlich alternative Verhütungsmittel (z.B. Kondom) zu verwenden.

Erst wenn die Nachuntersuchungen abschließend den Erfolg der Vasektomie bestätigen, kann gänzlich auf Verhütungsmittel verzichtet werden. Um dies festzustellen, werden nach der Vasektomie in verschiedenen Abständen Kontrolluntersuchungen (Analyse des Ejakulats im Labor) durchgeführt. Inhalt dieser Kontrolluntersuchungen sind Spermiogramme. Üblicherweise werden 2 Kontrollen nach 8 und 10 Wochen durchgeführt.

Weitere Informationen finden Sie auch unter: www.vasektomie.de